Dürfen Hunde Mandeln Essen

Dürfen Hunde Mandeln Essen

Hunde lieben den Geschmack von Mandeln! Als ob das nicht genug wäre, bieten Mandeln etwas zum Kauen, wenn auch nur kurz. Die Frage ist jedoch, sollten sie Mandeln überhaupt bekommen?

Sind Mandeln für Hunde gesund?

Die kurze Antwort dazu ist, dass Hunde Mandeln überhaupt nicht gut vertragen.

Mandeln können bei unseren Hunden nicht nur zu Magen-Darm-Beschwerden führen, sie sind darüber hinaus, wie fast alle Nüsse sehr fett. Das bedeutet, frisst Ihr Hund zu viele Mandeln läuft er Gefahr, Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) zu entwickeln; eine ernsthafte Erkrankung, die die Aufmerksamkeit eines Tierarztes erfordert.

Symptome einer GI-Belastung bei Hunden:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Gas
  • Appetitlosigkeit
  • Lethargie
  • Allgemeines Unbehagen

Obwohl Magen-Darm-Beschwerden (Magenverstimmung, Durchfall usw.) die geringste Ihrer Sorgen unter den hier aufgeführten möglichen Folgen sind, bereitet es Ihrem Vierbeiner zumindest Unbehagen. Sind ein paar Mandeln das alles wirklich wert?

Wenn das noch nicht genug ist, stellen Mandeln eine weitere, möglicherweise noch schlimmere Gefahr dar – eine Obstruktion. Die schmackhafte Nuss kann sich nicht nur im Darm festsetzen, sondern kann sich auch in der Speise- oder der Luftröhre besonders bei Welpen oder kleinen Rassen, festsetzen. Jede dieser Obstruktionen kann tödlich sein. Wo immer sich eine Blockade beim Hund bildet, sie müssen entfernt werden, was in der Regel kostspielige Operationen sind.

Überschüssiges Salz

Das kommerzielle Hundefutter, mit dem wahrscheinlich auch Sie Ihren Hund füttern, wurde speziell so konzipiert, dass es genau die richtigen Mengen an Natrium und Elektrolyten enthält, die ein Hund für ein gesundes Leben benötigt. Enthält die Nahrung Ihres Hundes jedoch zu viel Salz, könnte das zu Problem führen. Die Folge von zu viel Salz kann eine Hypernatriämie auch als Natriumvergiftung bekannt, hervorrufen. Wird die Natriumvergiftung nicht umgehend behandelt, können die Folgen tödlich sein.

Das Problem entsteht immer dann, wenn der Hundebesitzer, wie immer gut gemeint, dem Hund Nahrungsmittel füttert, die eigentlich für Menschen bestimmt sind und obendrein auch noch einen hohen Salzgehalt, wie eben Mandeln und andere Nüsse haben. Mit der Aufnahme von mehr Natrium steigt die Gefahr einer Überdosierung.

Symptome einer Hypernatriämie

  • Erhöhter Durst, Wasserverbrauch
  • Verwirrung und Orientierungslosigkeit
  • Koma
  • Beschlagnahmen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Hoher Wasserverlust, den man am dunkler Urin erkennt.

Können Hunde jeden Tag Mandeln fressen?

NEIN! Hunde sollten überhaupt keine Mandeln fressen. Das gleiche gilt für alle anderen Nahrungsmittel, die a) für Menschen vorgesehen sind und b) hoch an Salz- und Fettgehalt sind.

Sollte sich Ihr Hund jedoch wirklich einmal über ein paar Mandeln hermachen, und vorausgesetzt, es handelt sich um eine mittelgroße/große Rasse so besteht wahrscheinlich ein geringes Erstickungsrisiko. Er wird die Mandeln verzehren, was in den meisten Fällen auch das Ende der Geschichte ist. Achten Sie jedoch darauf, dass er sich nicht mehr Mandeln unter den „Nagel“ zieht!

Würde Ihr Hund jedoch jeden Tag die gleiche Menge Mandeln fressen, so nimmt er mehr Salz auf, als ihm gut tut. Seine instinktive Reaktion dazu ist, mehr Wasser zu trinken, um den erhöhten Natriumgehalt in seinem Körper auszugleichen. Danach sollte allerdings alles in Ordnung sein.

Symptome von Pankreatitis bei Hunden

  • Buckliger Rücken.
  • Wiederholtes Erbrechen.
  • Schmerzen oder Völlegefühl im Abdomen (aufgeblähter Bauch)
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit.
  • Dehydrierung.
  • Schwäche/Lethargie.
  • Fieber.

Was passiert, wenn dem Hund zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Wasser zur Verfügung steht?

Wenn der Hund zu viel Salz zu sich nimmt, ohne das mit Wasser ausgleichen zu können, beginnen die Zellen Wasser abzugeben, um den Salzgehalt im Blut auszugleichen. Dies wiederum kann dazu führen, dass die Gehirnzellen abzusterben beginnen, was zu einer Fülle neuer Probleme führt.

Können Hunde Mandelbutter fressen?

Die unmittelbarste Sorge ist aus dem Weg; bei Mandelbutter besteht keine Erstickungsgefahr. Mandelbutter kann immer noch Magen-Darm-Störungen bei Ihrem Hund verursachen, auch wenn die Mandeln in Butterform vorliegen.

Xylitol

Einige Buttersorten enthalten den beliebten künstlichen Süßstoff Xylitol, der weitaus schlimmer ist als die gelegentlich vorkommende Mandel. Xylitol ist für Hunde sehr giftig und sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Können Welpen Mandeln fressen?

Welpen sollten auf keinen Fall etwas anderes als ausgewiesenes Welpen Futter fressen. Für die ersten 4 Wochen gilt, ausschließlich Muttermilch und beginnend mit der 5. bis zur 8. Woche sollten Sie nur Nassfutter anbieten.

Harte Substanzen, wie Nüsse (oder Mandeln), stellen eine große Erstickungsgefahr für den Welpen dar. Jeder, der schon einmal einen Welpen großgezogen hat, weiß, dass sie, wie Kleinkinder dazu neigen, absolut alles in den Mund zu nehmen! Hundebesitzer sollten ständig wachsam sein und sicherstellen, dass es so wenig wie nur mögliche gefährliche Dinge gibt, an die sich der Welpe in einen unbeaufsichtigten Moment heranmachen könnte.

Mandeln sind für Welpen noch gefährlicher als für erwachsene Hunde

Da junge Hunde einen sehr kleinen Körper haben, stellt der überdurchschnittlich hohe Natriumgehalt von Mandeln ein größeres Risiko für Welpen dar. Zu viel Salz und Fett können sich auf die entwickelnde Bauchspeicheldrüse zerstörerisch auswirken!

Wenn Sie nicht sicher sind, ob sich Ihr Hund in Ihre Abwesenheit an Mandeln oder andere gefährliche Dinge heranmachen könnte, ist es am besten, ihn für seine eigenen Sicherheit in einen Laufstall zu sperren.

Sind Mandeln schlecht für Hunde?

Mandeln gehören, wie auch viele andere menschliche Nahrungsmittel zu jenen Dingen, die ein Hund niemals fressen sollte. Wenn Sie ihm ein Leckerli geben wollen, investieren Sie in einige Hundeleckerlis, die auch wirklich für Hunde bestimmt sind.

Hoher Natriumgehalt

Hundefutter wird speziell so hergestellt, dass es genau die richtige Menge an Salz für den Hunde enthält. Nahrungsmittel für Menschen hingegen wird häufig Salz hinzugefügt, was schädlich für den Hund ist.

Nicht nur dehydriert zu viel Salz Ihren Hund, es können auch neurologische Schäden entstehen. In extremen Fällen können diese Schäden fatal sein.

Erstickungsgefahr

Jede harte Substanz, die Ihr Hund möglicherweise einfach schluckt, anstatt zu kauen, birgt eine Erstickungsgefahr, wobei das Risiko für kleine Hunde und Welpen steigt.

Hoher Fettgehalt

Eine gesunde Bauchspeicheldrüse sondert Insulin ab, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren; genau wie bei Menschen. Zu viel Fett kann dazu führen, dass sich die Bauchspeicheldrüse entzündet, was unter anderem zu Diabetes führen kann. Diabetes kann für Hunde tödlich sein, so es nicht behandelt wird.

Schlussfolgerung

Hunde sollten Hundefutter bekommen, das speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Lebensmittel für Menschen hingegen sollten generell vermieden werden. Die Ernährungsbedürfnisse eines Hundes sind anders als die eines Menschen. Leider machen zu viele Hundebesitzer den Fehler, ihre Haustiere mit Lebensmittel, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen waren, zu füttern.

Wenn Sie Ihren Hund verwöhnen wollen sollten Sie sich mit der Ernährung von Hunden vertraut machen. Am besten Sie recherchieren die verschiedensten Hundefuttermarken im Handel. Es zahlt sich auch durchaus aus, in gesunde Hundeleckerlis zu investieren. Bieten Sie Ihrem Hund niemals Lebensmittel an, die nicht für Hunde gedacht waren.

Empfohlen: Dürfen Hunde Brot Essen, Dürfen Hunde Orangen Essen.

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