Dürfen Hunde Gurken Essen

Dürfen Hunde Gurken Essen

Gurken als Teil des Speiseplans für den Hund? Noch vor ein paar Jahren hat man dem Hund einmal täglich die Futterdose aufgemacht und den Inhalt lieblos und mit angehaltener Atmung in den Napf geschüttet. Das hat sich in der Zwischenzeit komplett verändert. Die Futterdose gibt es zwar immer noch, aber mittlerweile wird auch beim Hund darauf geachtet, dass ihm eine gute und ausgewogene Ernährung zu Teil wird.

Dafür kocht man entweder selbst, barft oder gestaltet das Drumherum neben dem Trocken- oder Nassfutter so abwechslungsreich, dass der Vierbeiner ein gesundes und aktives Leben führen kann.

Beim Hund handelt es sich eigentlich um einen Allesfresser mit einigen Ausnahmen. So tut ihm Zucker nicht gut. Vor scharfen Gewürzen sollte man ihn schützen und vor einigen Lebensmitteln ebenfalls.

Wie aber sieht es mit der Salatgurke für den Hund aus? Es gibt ja Hunde, für die sind eigentlich alle Nahrungsmittel eine pure Delikatesse und mit ihrem unbeschreiblichen Hundeblick gucken sie einem alles aus der Hand.

Kann ich die Salatgurke bedenkenlos an den Hund verfüttern?

Kurz gesprochen: JA, mit einer kleinen Einschränkung!

Die Salatgurke eignet sich aus drei Gründen für den Hund:

1. Die Salatgurke enthält viel Wasser

Die Gurke besteht zu 95 % aus Wasser. Damit ist sie ideal für Hunde, die sich mit der Wasseraufnahme etwas schwer tun. Über die Gurke kann der Vierbeiner so ganz nebenbei die benötigte Flüssigkeit aufnehmen und so seinen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht halten.

Gerade jetzt, wenn die wärmeren Zeiten wieder auf uns zukommen, ist das Stück Salatgurke das ideale Lebensmittel für den erfrischenden Snack zwischendurch.

2. Die Salatgurke ist kalorienarm

Hundebesitzer von ausgewiesenen Naschkatzen kennen das Dilemma: Der Hund steht wirklich auf alles und irgendwie hat man es sich angewöhnt, jeden Snack mit ihm zu teilen. Das hat sich mittlerweile auf der Waage bemerkbar gemacht und der Hund muss dringend auf Diät gesetzt werden. Das fällt aufgrund des unwiderstehlichen Hundeblicks enorm schwer.

Die Salatgurke kann hier bedenkenlos als Leckerli gegeben werden, denn sie ist kalorienarm und wird auf der Waage keine Spuren hinterlassen. Der Hund selbst wird den Austausch kaum bemerken.

3. Die Salatgurke ist ein Füllhorn an Vitaminen

Zwar sollte man die Gurke vor dem Genuss schälen, weil die Schale selbst für den Hund schwer verdaulich ist. Dort sitzen aber die meisten Vitamine. Nichtsdestotrotz stehen aber auch nach dem Schälen noch ausreichend Vitamine für den Hund zur Verfügung. Die da wären: Vitamin B, C und E sowie Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Zink, Magnesium, Kalium und Phosphor).

Die beteiligten Enzyme regen die Verdauung des Hundes an, töten unerwünschte Bakterien im Magen-Darm-Trakt ab und reinigen ihn. Aus diesem Grund wird die Salatgurke gerne als Bestandteil einer Schon- und / oder Diätkost genommen. Idealerweise können sie in Stücke geschnitten oder ins Futter geraspelt werden. Gerne werden sie mit Quark, Reis und Hühnchen kombiniert.

Cucurbitacine als bitteres Gift erkennen

Hört sich alles perfekt an und das ist es eigentlich auch. Man darf nur die sog. Cucurbitacine nicht außer Acht lassen. Das sind giftige Bitterstoffe, die in allen Gewächsen aus der Familie der Kürbisgewächse vorkommen. Diese verträgt der Hund nicht. Würde man große Mengen an ihn verfüttern, so könnten die einen Schockzustand auslösen, der zum Tod führen kann. Erste Symptome hierbei wären Erbrechen, Durchfall, starkes Speicheln und Benommenheit.

Die Gefahr ist jedoch relativ gering, kauft man die Salatgurken im Handel. Dort hat man die Bitterstoffe weitgehend rausgezüchtet. Zieht man die Salatgurken selbst im eigenen Garten, sollte man unbedingt darauf achten, dass man jede Saison neue Samen aus dem Handel verwendet. So hat man eben Samen ohne die Cucurbitacine. Was man tunlichst vermeiden sollte ist, die Samen aus den eigenen Salatgurken im nächsten Jahr einzupflanzen. So würde man die Bitterstoffe mit der Zeit quasi zurückzüchten.

Hierzu gibt es einen einfachen Selbsttest: Man betätigt sich als Vorkoster und beißt einmal kräftig zu. Schmeckt die Gurke bitter, so sollte man sie nicht an den Hund verfüttern.

Saure Gurken aus dem Glas

Kleiner Exkurs zur Gewürzgurke: Für alle Feinschmecker unter den Vierbeinern gilt auch hier: Die eigentliche Gewürzgurke ist für den Hund in kleinen Mengen nicht schädlich.

Gibt man die eingelegten Gurken jedoch in zu großen Mengen, so könnten die Zutaten mit denen die Gurken eingelegt werden, für den Hund giftig werden. Damit sind Knoblauch, Essig und zu stark reizende Gewürze gemeint.

Fazit

Die Salatgurke ist ein gut zu nutzendes Lebensmittel, das bedenkenlos in die Hundeernährung integriert werden kann. Durch den hohen Wassergehalt, die vielen Vitamine und die wenigen Kalorien hat die Salatgurke enorme Vorteile aufzuweisen.

Bei der Ernährung ist lediglich darauf zu achten, dass die Salatgurke nicht mehr über die ehemals vorhandenen Bitterstoffe verfügt, die in zu hohen Dosen verabreicht, Vergiftungserscheinungen provozieren können. Durch das eigene Probieren der Frucht lässt sich diese Gefahr jedoch leicht ausschließen, ebenso wenn man auf Salatgurken aus dem Handel zurückgreift und bei der eigenen Züchtung darauf achtet, dass die ursprünglichen Bitterstoffe nicht wieder zurückzüchtet werden. Dann steht der Futtergabe durch Salatgurken nichts mehr im Wege.

Empfohlen: Dürfen Hunde Bananen Essen, Dürfen Hunde Orangen Essen.

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